Über das bloggen und Smart Cities – Ein Fazit

Über das bloggen

Ich habe kürzlich erfahren, dass ich zu 60% Digital Immigrant bin. Damit lässt sich vermutlich auch erklären, dass meine Begeisterung für die unwahrscheinlich einfache Art sich mitzuteilen nachhaltig anhält. Unseren Blog einzurichten hat mehrere Anläufe gebraucht, da spielte wohl auch die Hemmung meinerseits eine Rolle. Mir war bewusst, dass unser Blog öffentlich, für alle, die ihn lesen mögen, zugänglich ist. Was und wie wir den ganzen Blog aufziehen, wird für die Ewigkeit im Netz zu finden sein. Ein ziemlich erschreckender Gedanke. Das hat mich aber auch wiederum angespornt einen schöne Seite zu gestalten und gute und informative Beiträge zu schreiben. Trotz allem war ich doch überrascht, wie viele andere Blogger und Interessierte auf unseren Blog aufmerksam geworden sind. Wir haben nicht nur Kommentare von Bekannten und Freunden erhalten, sondern auch von Bloggern aus Deutschland und einem Autor, welcher uns auf sein kürzlich erschienenes Buch über Smart Cities aufmerksam gemacht hat. Das Schreiben an sich macht viel Freude und ich würde sogar in Betracht ziehen, weiter zu bloggen über ein Thema das mir am Herzen liegt. Die Recherche für die Beiträge hat jedoch sehr viel Zeit gekostet. Das Anlegen und Führen des Quellenverzeichnisses, empfand ich als eher mühsam. Rückblickend würde ich wohl die Quellen direkt im Blog angeben.

Über Smart Cities

Die Themenauswahl für unseren Blog erfolgte eher zufällig. Wir hatten die Möglichkeit aus einer Liste von mehreren Themen auszuwählen. Wir haben uns auf Smart Cities geeinigt und ich gebe zu, dass ich anfangs wenig Ahnung hatte von diesem Thema. Die Begriffe, die mir spontan dazu eingefallen sind wären, Nachhaltigkeit und 2000-Watt-Gesellschaft. Wie weit die Thematik in alle Felder von Politik, Wirtschaft, Umweltthemen, Mobilität usw. vordringt, habe ich nicht geahnt. Der Einfachheit halber haben wir uns die Themen unterteilt. Für uns war es wichtig möglichst viele der Felder abzudecken. Meine Themen, Mobilität und Umwelt, haben mich sehr gepackt. Einerseits habe ich sehr tolle Projekte kennengelernt wie die sich autark energieversorgende Insel El Hierro, andererseits betrifft das Thema Mobilität mich direkt. Ich selbst bin nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und benutze wenn nötig Carsharing-Programme. Zu sehen was andere Städte in diesen Bereichen bereits geleistet haben, war für mich sehr spannend. Ich werde mich auch in Zukunft über intelligente Städte informieren.

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Kritik am Smart-Cities-Konzept-Ansatz und Fazit

In meinem letzten Blogeintrag möchte ich auf einige Kritikpunkte am Smart-Cities-Konzept-Ansatz hinweisen und am Ende noch ein Fazit ziehen.

Kritik

Smart Meter erfassen den Energieverbrauch alle 15 Minuten und übertragen die Verbrauchswerte elektronisch an die Energieversorgungsunternehmen. Allerdings fressen sie selber 3% des Strom-Jahresverbrauchs. Zudem führen die engen Zeitintervalle zu einer lückenlosen Überwachung. Durch die Zählerumstellung werden Mehrkosten generiert. Es besteht auch die Gefahr, dass Smart Meter dazu eingesetzt werden, einem Verbraucher schnell den Strom abzudrehen, wenn die Rechnung nicht bezahlt wird. Das passiert zum Beispiel in Italien. Smart Meter sollen Verbraucher dazu anhalten, mit der Energie effizienter umzugehen. Doch die meisten Haushalte sind beim Stromverbrauch zeitlich nicht oder nur wenig flexibel, denn sie benötigen Strom am morgen früh und am Abend. Eine Energieberatung könnte eher hilfreicher sein.

In unserer heutigen schnelllebigen Gesellschaft werden technologische Neuerungen sehr schnell von einer riesigen Anzahl Nutzer verwendet, während früher mehrere Jahrzehnte vergingen, bis eine enorme Anzahl Nutzer erreicht wurde. Beispielsweise dauerte es bei Social Media gerade einmal 2 Jahre bis 50 Millionen Nutzer erreicht worden sind, während es beim Auto ca. 50 Jahre dauerte. Damit steigt die Gefahr, dass die Gesellschaft auf die technologischen Neuerungen und den Umgang damit gar nicht vorbereitet ist – Konsequenzen unabsehbar.

Der Smart-Cities-Ansatz setzt v.a. auf Effizienz-Ebene an: Nachhaltigkeit soll durch intelligente Steuerung, Vernetzung technische Innovationen erreicht werden. Es stellt sich die Frage, ob das ausreichen wird. Werden die allfälligen Einsparungsmöglichkeiten durch den Einsatz einer intelligenten Steuerung den Ressourcenmehrverbrauch für den Vertrieb der intelligenten Netze aufwiegen? All diese technologischen Neuerungen benötigen auch Energie und da dann praktisch jedes Gerät smart sein wird, wird mehr Energie gebraucht werden als je zu vor. Nehmen wir Smart Phones als Beispiel: die meisten Nutzer werden ihr Smart Phone wohl mindestens einmal am Tag aufladen müssen, während die Akkulaufzeit der früheren Featured Phones je nach Nutzung bis zu einer Woche hielt.

Es besteht auch die Gefahr, dass Smart-Cities-Konzepte Probleme ignorieren könnten, die sich technisch nicht lösen lassen, z.B. Armut, soziale Ausgrenzung, gesellschaftliches Zusammenleben und unterschiedliche Bedürfnisse der Bevölkerung.

Diskussion

Anlässlich einer Unterrichtseinheit zu unseren Bloginhalten haben wir auch mit unseren Mitkommilitonen über Risiken und Gefahren diskutiert. Als Grundlage haben wir dafür einen Ausschnitt aus dem YouTube-Video „Agenda 21 Smart Cities: Orwell’s Dystopic Nightmare Comes True“ gezeigt. Danach fragten wir, ob das Video sie nachdenklich stimmen würde, ob sie die erwähnten Gefahren für realistisch halten und ob sie in so einer Stadt leben würden. Es zeigte sich, dass unsere Klasse ebenfalls kritisch eingestellt ist und die Sorgen des Videos teilen.

Fazit

Vermutlich werden Smart-Cities in Zukunft nicht vermeidbar sein und die Idee dahinter ist auch nicht unbedingt schlecht. Es wird jedoch entscheidend sein, wie die Konzepte umgesetzt werden. Die Technologie darf den Menschen nicht dominieren.  Jeder Mensch sollte ein Recht auf eine Privatsphäre haben und selber entscheiden dürfen, an was er teilnehmen und was er preisgeben will, ohne dass er irgendwann aus Alternativmangel gezwungen sein wird, gegen seinen Willen daran teilzunehmen oder gar seine Privatsphäre herzugeben. Die Bürger sollten in die Entwicklung von Smart-Cities-Konzept miteingebunden werden, denn sie müssen darin leben. Wir hoffen daher, dass sich auch die Politik der Tragweite samt seinen Chancen, Risiken und Gefahren bewusst ist und dass wir als Bürger ebenfalls miteinbezogen werden, ob wir dies alles überhaupt wollen und in welchem Ausmass. 

Es war ein spannendes und komplexes Thema und wir hoffen, wir konnten die verschiedenen Aspekte vorstellen. Es war auch interessant, einen Ausflug in die Blogger-Welt zu unternehmen, welche mir vorher unbekannt war.

Fazit und Reflexion – Teil Energie, Wohnen & Stadtplanung

Dies ist mein letzter Beitrag auf unserem Blog. Wir haben diesen Blog im Rahmen des Faches IGEP an der HTW Chur während dem 4. Semester im Jahr 2014 als Leistungsnachweis geführt. Die Anforderung an jedes Team war mindestens 8 Beiträge mit 2’000 oder mehr Zeichen zu erstellen. Unser zugeteiltes Thema „Smart Cities“ haben wir in die drei Unterbereiche Mobilität & Umwelt, Wirtschaft, Verwaltung & Politik sowie Energie, Wohnen & Stadtplanung aufgeteilt. Mein Teil war der Bereich Energie und Wohnen/Stadtplanung. Die verwendeten Links haben wir unter mendeley.com gepostet (ich habe es geschafft, mich mehrmals falsch anzumelden, daraufhin hat Aline für mich meine Links gepostet – vielen Dank!).

Interessant für mich zu sehen war, wie einfach der Zugang zum Bloggen ist. Der technische Zugang ist niederschwellig und man kann einfach Menschen erreichen. Spannend war auch Rückmeldungen auf gepostete Beiträge zu erhalten. Um einen lebhaften Austausch zu unterhalten, musste auf jeden Kommentar aber auch immer schnell reagiert werden. Das war eine Herausforderung – vor allem weil die Themen eher komplex waren und die Kommentatoren herausfordernde Fragen gestellt haben. So musste ich mich einige Male nochmals weiter in das jeweilige Thema vertiefen, um zufriedenstellende Antworten zu liefern.

Zu Beginn habe ich mich schwer getan mit dem Thema. Smart Cities – was ist denn das? Die Recherche für die ersten Artikel war eine harzige Angelegenheit. Aber je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe, umso besser kam ich voran. Durch die Arbeit am aktuellen Artikel kam ich jeweils mit vielen weiteren zugehörigen Themen in Berührung. Im Laufe der Zeit wusste ich nach jedem fertig gestellten Beitrag bereits, welches Thema ich in der nächsten Ausgabe näher beleuchten wollte. Ein Thema führte stets zum Nächsten.

Falls noch jemand nach einer griffigen Erklärung in einem kurzen Satz über unser Thema sucht, hier ist ein Vorschlag:

Smart City – maximale Lebensqualität bei minimalem Ressourcenverbrauch.

Als Abschluss des Leistungsnachweises folgt während der Intensivwoche in Chur nun noch eine Unterrichtseinheit über unser Thema.

An dieser Stelle möchte ich mich nun noch bei allen Followern und Kommentatoren von unserem Blog bedanken. Besten Dank für eure Beteiligung!

sensingcontrolBild: sensingcontrol.com

Risiken und Gefahren von Smart Cities

In den vorangehenden Blogeinträgen haben wir diverse Projekte aus unterschiedlichen Bereichen vorgestellt. In diesem Blogeintrag möchten wir nun auf potentielle Risiken und Gefahren von Smart Cities hinweisen.

Auslagerung öffentlicher Aufgaben an Privatunternehmen:

Der Unterhalt und die Betreuung städtischer Infrastrukturen werden vermehrt in die Hände privater Firmen gegeben. Damit geraten Aufgaben der öffentlichen Verwaltung in private Hände. Private Firmen sind in erster Linie gewinnorientiert und unterstehen keinem Versorgungs- oder Unterhaltsauftrag gegenüber der Bevölkerung. Damit können sie auch gegen die Interessen der Bevölkerung und der Gesellschaft handeln.

Datenschutz und Privatsphäre:

Daten werden heute weniger für einen bestimmten Zweck erhoben, sondern sie werden für das Funktionieren zahlloser Dienste vorausgesetzt. Je mehr Daten verfügbar sind, je mehr sie sich in Beziehung setzen lassen, desto genauer sind die Berechnungen und die Aussagen über die Menschen dahinter,  so lautet das Versprechen der Big-Data-Bewegung. Intelligente Verknüpfungen erlauben das Finden verborgener Zusammenhänge. Damit ist das Recht jedes Menschen auf ein unbeobachtetes Leben, auf ein Privatleben, in Gefahr. Damit wird auch der Satz „Ich habe nichts zu verbergen“ mehr und mehr zu einer Illusion. Dabei ist die die grosse Gefahr nicht unbedingt einmal das Datensammeln an sich, sondern wie die Daten interpretiert und welche Schlüsse daraus gezogen werden. Behörden nutzen Big Data hauptsächlich zur automatisierten Analyse öffentlichen Verhaltens nach verdächtigen Vorfällen und das Treffen von Verdachtsannahmen. Dabei gilt: Fast jeder ist verdächtig. Untenstehende Grafik ist ein Beispiel für solche Verdachtsannahmen:

Risiken und Gefahren Smart Cities

Quelle: http://media.arbeiterkammer.at/PDF/AK_Stadt_Nr_1_2014.pdf

Private Unternehmen hingegen sind mehr daran interessiert, Beziehungs- und Kontaktnetzwerke, die geheimen Wünsche und Sehnsüchte, Vorurteile und Klischees aufzudecken. Klar ist: Durch die Umsetzung von Smart Cities-Konzepten werden noch mehr Datenströme generiert werden. Generell sind Fragen der Datensicherheit und der Schutz der Privatsphäre nicht geklärt. Hier wäre für die EU eine „Grundrechtecharta der Informationsgesellschaft“ erforderlich, welche beispielsweise das „Recht auf unversehrte persönliche Informationsinfrastruktur“, der „Schutz vor willkürlichen Datenverknüpfungen“ oder das „Recht auf Entsorgung von Information“ („Recht auf Vergessen werden“) verankert. Für die Schweiz müsste ebenfalls geprüft werden, wie diese Persönlichkeitsrechte verankert werden könnten. Solange diese offenen Fragen und Probleme nicht gelöst sind, sind Smart Cities ein perfektes Instrument zur Massenüberwachung.

Aufzwingen von Smart Cities-Konzepten:

Zudem zwingen Städte ihre Smart Cities-Konzepte dem Bürger quasi auf, egal ob er daran teilnehmen will oder nicht, denn Alternativen werden nicht vorhanden sein. Sonst bleibt ihm nur noch die Möglichkeit, wegzuziehen. Damit wird das Recht auf Privatautonomie eingeschränkt.

Systemanfälligkeit und Abhängigkeit:

Städte und ihre Infrastruktur gehören auch ohne Vernetzung zu den komplexesten Strukturen und sind damit per se   anfällig für Ausfälle und Störungen. Durch die Vernetzung der Städte und ihrer Infrastruktur mit  Informationsverarbeitungsprozessen wird die Komplexitität dieses Systems noch massiv zu nehmen. Es wird unvermeidbar eine grosse Anzahl neuer Bugs entstehen und es werden unvorhersehbare Wechselwirkungen eintreten. Vernetzte Systeme sind starr und anfällig für Fehler, Sabotage, unbefugten Zugriff, Ausfälle und vermehrtes Auftreten von Sicherheitslücken. Zwischenfälle werden grössere Auswirkungen nach sich ziehen. Besonders problematisch ist der Ausfall kritischer Infrastrukturen wie z.B. Energieversorgung, Rettungsdiensteinsatz oder Krankenhäusern. Zudem macht die zentralisierte Vernetzung Smart Cities anfällig für Angriffe von Hackern und Terroristen. Dazu ein Zitat von Sandro Gaycken, Experte für Cyber-Sicherheit, FU Berlin: „Zentralität ist immer interessant für potenzielle Angreifer oder auch für Unfälle. Im schlimmsten Fall könnte man mit einem Klick eine ganze Smart City ausschalten.“ In Smart Cities wird vermehrt die biometrische Authentifizierung zum Einsatz kommen. Dabei werden individuelle physische Merkmale erfasst , um die Identität von Personen zu bestimmen. Damit kann dann z.B. schlüssellos der Zugriff zu Gebäuden geregelt werden. So wird z.B. beim Betreten eines Gebäudes die Retina gescannt und an ein entferntes Datenzentrum geschickt, wo der Scan mit den persönlichen Daten abgeglichen wird, bevor der Zugang gewährt wird. Nehmen wir an, es kommt zu einem Totalabsturz, dann kann kein einziger Bürger mehr sein eigenes Haus/Wohnung betreten.

„Dumme“ Bürger:

Menschen könnten das Denken verlernen, wenn ihnen die Technik zu viel an Aufgaben abnimmt oder sie sich nur noch von Technik leiten lassen, ohne ihren gesunden Menschenverstand zu nutzen. Das wiederum ist dann eine Gefahr für die Demokratie, die auf der Mündigkeit von Bürgern aufbaut und zweitens weil sich so auch eine Gleichschaltung der Bürger ermöglichen lässt.

Sehr lesenswert ist folgender Auszug aus dem Buch “Smart Cities:  Big Data, Civic Hackers, and the Quest for a New Utopia” von Anthony Townsend.

CO2-Ausstoss in der Schweiz und smarte Lösungen dazu

Der heutige Blogeintrag befasst sich mit dem Thema CO2-Ausstoss. Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Ausstoss an Treibhausgasen zu senken. Treibhausgase, zur Erinnerung, sind gasförmige Stoffe in der Luft, welche zum Treibhauseffekt beitragen. Es gibt natürliche und vom Menschen beeinflusste Treibhausgase. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre Leben auf der Erde wegen den tiefen Temperaturen nicht möglich.

co22Die Temperatur hat nun aber im weltweiten Durchschnitt um 0.85°C zugenommen innerhalb der letzten 130 Jahre. Diese starke Erwärmung ist seit den 70er Jahren nicht mehr nur durch die natürliche Klima-Schwankungen zu erklären, sondern ist mit grosser Warscheinlichkeit durch Treibhausgase zu erklären, welche die Menschheit mit der Verbrennung von fossilen Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas freisetzt.

Die klimatischen Veränderungen werden auch von der Schweiz ihren Tribut fordern. So habe ich mich auf die Suche nach neuen und innovativen Ideen gemacht, wie die Senkung des CO2-Ausstosses in der Schweiz gehandhabt wird.

co21Emissionshandel
In der Schweiz gibt es ein Emissionshandelssystem. Das System funktioniert nach dem Prinzip „Cap and Trade“. Die absoulute Emissionsobergrenze „Cap“, ist für das Jahr 2014 5.53 Mio Tonnen CO2. Die Emissionsrechte sind handelbar, daher „Trade“. Grosse Unternehmen mit einem hohen Energiebedarf nehmen obligatorisch am Emissionshandel teil. Das Ziel ist, Emissionen dort zu reduzieren, wo es am günstigsten ist. Das funktioniert so, dass Unternehmen, welche mehr Treibhausgase ausstossen als erlaubt ist, die entsprechende Menge in einem anderen Land einsparen können durch den Erwerb von Zertifikaten. Mit dem Erwerb von diesen Zertifikaten kann das Land oder die ausstellende Unternehmung dann ihrerseits benötigte Sanierungen vornehmen.

CO2-Abgabe
In der Schweiz wird eine CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe erhoben, also auf Heizöl und Erdgas. Auf Holz wird keine Abgabe erhoben, obwohl auch Holz zum Heizen verwendet wird. Dies ist ist so, weil Holz CO2-neutral ist. Während dem Verbrennen wird gleich viel CO2 freigesetzt, wie während dem Wachstum gebunden wurde. Zur Veranschaulichung gibt das Bundesamt für Umwelt folgendes Rechenbeispiel an: die Verbrennung von 1l Heizöl führt zu 2.65kg CO2. Die Abgabe auf Heizöl beträgt CHF 60 pro Tonne, dies führt zu einer Abgabe von 16 Rappen pro Liter Heizöl. Mit seiner Verbrauchsmenge kann man so direkt einen Beitrag an den Verbrauch leisten.

co2Kompensieren
Die Organisation myclimate ist ein Anbieter, welcher freiwillige Kompensationsmassnahmen anbietet. Es gibt Angepote für Privatpersonen, wo man seine persönlichen CO2-Emissionen reduzieren kann und Angebote für Unternehmungen, welche Klimaschutz in ihre Produkte oder Dienstleistungen integrieren können. So generiert beispielsweise ein Flug von Zürich nach New York für zwei Personen 4.6t CO2. Diese Menge an CO2 kann man dann mit einem Projekt seiner Wahl kompensieren. Für CHF 419.00 kann man die Hälfte in der Schweiz und die andere Hälfte in zertifizierten Projekte im Ausland kompensieren. Für CHF 134.00 kann man Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländer unterstützen.

Hier findet ihr den CO2-Rechner von myclimate.ch

Fazit
Das Rad kann nicht mehr zurück gedreht werden. Wir haben uns an den gebotenen Komfort und unseren Lebensstandard gewöhnt. Die drei vorgestellten Beispiele zeigen zwei staatliche und eine private Lösungen zur Reduktion und Steuerung des CO2-Verbrauchs auf. Das ist sehr bequem aber es ist auch ein Ablasshandel. Wir verbrauchen mehr als uns zur Verfügung steht und können den Verbrauch, dank unseres Wohlstandes, monetär kompensieren.

Alle Bilder: myclimate.ch

Elektromobilität. Wo geht es hin?

Back to the Futur

Das Elektroauto ist keine Neuerfindung. Der Belgier Camille Jenatzky fuhr 1899 ein Elektrofahrzeug, dass erstmals die 100 km/h Marke überschritt. Er bewies damit, dass die menschliche Lunge, entgegen dem Mythos, bei solcher Geschwindigkeit nicht platzt.

Anfangs des 20. Jahrhunderts waren mehr als ein Drittel aller Fahrzeuge auf den Strassen elektrobetrieben (20% Benzinfahrzeuge, 40% Dampfmaschinen). Obwohl die Elektromobile sauberer und schneller Fahren konnten und zudem nicht angekurbelt werden mussten, gab es 1908 ein Paradigmenwechsel. Mit der Erfindung des elektrischen Anlassers für den Benzinmotor, wurden die Elektrofahrzeug vom Markt verdrängt.

E-Bike, E-Car, E-Boot…

Die Herausforderungen von damals sind jedoch die Gleichen geblieben. Die effiziente Speicherung von elektrischem Strom ist bis heute nicht gelungen. Batterien können nicht so viel Energie speichern wie Benzintanks. Sie sind schwer, haben lange Ladezeiten und eine begrenzte Lebensdauer, müssen irgendwann entsorgt werden.

Dennoch ist die Anzahl der Projekte, die einen Beitrag zur Förderung von Elektromobilität leisten gross. Debattiert und geplant wird vieles. Doch was kommt bei uns, beim Endverbraucher tatsächlich alles an? Existiert der Markt für E-Mobilität überhaupt und wie gut ist die benötigte Infrastruktur dafür? Die Zukunftsstudie Elektromobilität Schweiz 2030 nimmt sich diesen Fragen an und kreiert vier mögliche Szenarien.

Von der Luxuskarosse Tesla S (ab CHF 72’000) bis zum kleinst Wagen von günstigeren Herstellern bis zum Twike. Die Auswahl an elektrogetriebenen Fahrzeugen ist gross. Persönlich kenne ich niemanden der ein solches Fahrzeug besitzt. Aufgefallen auf der Strasse sind mir lediglich die Twikes und Zapfsäulen für Strom, sind mir keine bekannt.

In Deutschland wurde das „Schaufenster“ für Elektromobilität 2012 gestartet. Mit 180 Millionen Euro wird das Projekt gefördert. Mehr als 200 Projekte werden in vier „Schaufenstern“ betrieben, über 700 Partner sind daran beteiligt. Genau da liegt das Problem. Jeder behandelt sein eigenes Projekt, einen roten Faden bei der Umsetzung zu erkennen fällt schwer. Die oben genannten Herausforderungen sind aber nur gemeinsam zu lösen.

IBM – ein Vorreiter im Bereich Smart Economy

In meinem letzten Eintrag habe ich Smart Economy als Begriff vorgestellt, das Marktpotential erläutert und IBM als Vorreiter für die Entwicklung von Smart Cities generell vorgestellt.

Was macht IBM konkret?

„Smarter City Challenge-Projekt“:

IBM hat 2010 das „Smarter City Challenge-Projekt“ ins Leben gerufen: IBM stellt für jede Stadt ein Team aus Topexperten aus verschiedenen Bereichen zusammen, welches dann vor Ort 3 Wochen mit der lokalen Regierung zusammenarbeitet und Empfehlungen erstellt, wie die betroffene Stadt smarter und effizienter gemacht werden kann. Auf der Website werden 112 Städte aus allen Kontinenten gelistet. Die Beratungsthemen umfassen:

  • Administration
  • Citizen Engagement
  • Economic development
  • Education & workforce
  • Environment
  • Public Safety
  • Social Services
  • Transportation
  • Urban Planning

Durch diese Beratungen hat IBM viel über die Schwierigkeiten von Städten gelernt und dabei insbesondere folgende Problemfelder identifiziert:

  • steigende Nachfrage nach mehr Service von Verwaltungen bei weniger Ressourcen
  • mangelnde Zusammenarbeit von Verwaltungen
  • uninformierte Bürger
  • fehlende Investitionen in Infrastrukturen, insbesondere im Technologiebereich (teilweise bedingt durch Budgetsenkungen/Management-Fluktuation)

Kreation von „City Forward“:

„City Forward“ ist eine web-basierte Plattform, ein Exploration-Tool, mit welchem Nutzer Muster, Trends, Verbindungen und Korrelationen in Städte-Daten entdecken können. Zudem können Nutzer im Forum diskutieren und ihre Entdeckungen teilen. Das YouTube Video „City Forward Introduction“ gibt eine kurze Einführung in die Plattform. Die Plattform hat verfügbare Daten über die Schweiz und die Städte Genf und Zürich.

Auf einer visuellen Karte können einzelne Städte angeklickt werden:

City Forward Map Overview

Quelle: http://cityforward.org/wps/wcm/connect/cityforward_en_us/city+forward/home?rpxlogin=true

Je nach Stadt sind unterschiedliche Informationen verfügbar – probiert es mit eurer eigenen Stadt.

Zurich City Forward

Quelle: http://cityforward.org/wps/wcm/connect/cityforward_en_us/city+forward/home?rpxlogin=true

Man kann sich natürlich fragen, was hat IBM davon? Auf der Website des „Smarter City Challenge-Projekts“ geben sie das Gemeinwohl der Menschen an, dennoch sollte man nicht vergessen, dass IBM als Unternehmen gewinnorientiert ist und seine Produkte und Technologien verkaufen will. Durch die Beiträge in Form von Beratungen verliert IBM auf den ersten Blick zwar Geld, erhält aber im Gegenzug wertvolle Informationen direkt von der Quelle, welche IBM dann mit in ihre Produkte und Dienstleistungen einfliessen lassen kann.

„IBM Intelligent Operations Center“ Software:

Gemäss IBM-Website hängt in einer Smart City alles zusammen:

IBM Smarter Cities

Zur Führung von Smart Cities werden Tools zur Datenanalyse benötigt. Damit können bessere Entscheidungen getroffen, Probleme vorhegesehen, Probleme proaktiv gelöst und Ressourcen effizient eingesetzt werden. Eins dieser Tools ist das „IBM Intelligent Operations Center“, eine Software welche folgende Funktionen erfüllen kann:

  • Überwachen der Abläufe innerhalb einer Stadt und Reagieren auf Events und Zwischenfälle basierend auf erhaltene Inputs verschiedener Stellen
  • Miteinbezug von Einwohner und Unternehmen bei der Meldung und Lösen von Zwischenfällen
  • Sammeln und Analysieren von Einwohner-Feedback via Social Media
  • Unterhalt eines breiten Spektrums von Abläufen
  • schnelles Reagieren mit minimalem IT-Einsatz

Das YouTube Video „IBM Smarter Cities Intelligent Operations Center 1.5 Demo“ erklärt die Funktionsweise der Software.

Smarter Cities Website:

IBM präsentiert auf seiner Smarter Cities Website noch viele weitere Lösungen in verschiedenen Bereichen:

IBM Smarter Cities Solutions Website.png

Quelle: http://www.ibm.com/smarterplanet/us/en/smarter_cities/solutions/

Im YouTube Video „Smarter Cities: Bold leadership and engaged communities with IBM’s Michael Dixon“ erklärt IBM General Manager Michael Dixon, wie Smarter Cities Solutions Städte verbessern können. Am Ende sagt er: „It’s all about leadership“, da stellt sich die Frage: Wer gehört zu dieser „Leadership“ alles dazu?

Website „Thesmartercity“

Auf der Website “ The Smarter City“ stellt IBM für alle Bereiche Videos zur Verfügung, wie jeder Bereich smarter gemacht werden kann.

IBM The Smarter City Website

Quelle: http://www-03.ibm.com/innovation/us/thesmartercity/